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Nahezu-Echtzeit Analyse von Katastrophenbewältigung

Nahezu-Echtzeit Analyse von Katastrophenbewältigung
Ansprechpartner:

Trevor Girard

Kurzbeschreibung des Projekts und seiner Ziele

Die Qualität einer Katastrophenbewältigung hat einen Einfluss darauf, wie stark sich ein katastrophales Ereignis auf eine Gesellschaft auswirkt. Während eine effiziente Katastrophenhilfe dazu beitragen kann, das Ausmaß von Opfern und Verlusten zu verminden, so kann eine weniger effiziente Hilfeleistung die Situation verschärfen. Um die Rolle der Katastrophenbewältigung als potentiellen Einflussfaktor auf die gesamte Katastrophenauswirkung zu beurteilen, wurde eine Methodik entwickelt, die Katastrophenbewältigung in nahezu-Echtzeit analysiert.

 

Diese Analyse basiert auf Informationen der Katastrophenbewältigung, die innerhalb der ersten fünf Tage veröffentlicht werden. In diesem Zusammenhang wurde ein System entwickelt, welches die Daten aus der Katastrophenbewältigung gliedert. Durch die nahezu-Echtzeit Anlaysen mehrerer Disaster lassen sich optimale Vorgehensstandards in Bezug auf den Inhalt der Informationen und den zeitlichen Rahmen erarbeiten. Aus dem Vergleich dieser Standards ergeben sich sog. „Informationslücken“. Dieser Vorgang wurde von uns als „Informationslückenanalyse“ bezeichnet. Im Rahmen der CEDIM FDA Aktivitäten wurden Informatonslückenanalysen für Cyclone Phailin in Indien und das Bohol Erdbeeben und Typhoon Haiyan in den Philippinen erstellt.

 

Informationslückenanalysen können die Katastrophenbewältigung verbessern, indem sie auf potenzielle Defizite in der Bekanntmachung von entscheidenden Informationen der Katastrophenhilfe hinweisen. Die Ergebnisse der Analysen, welche für eine Vielzahl von Katastrophen erstellt wurden, lassen sich dementsprechend vergleichen.

 

Auf die folgenden Fragen konzentriert sich unsere aktuelle Forschung:

  • Was haben Katastrophen mit einer ähnlichen (oder unähnlichen) Informationslückenanalyse gemeinsam (oder nicht gemeinsam)? (z.B. Disaster Management System, Kultur vor Ort, Besonderheiten dieses speziellen Ereignisses)

  • Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Menge an öffentlich-zugänglichen Informationen der Katastrophenbewältigung einerseits  und der Leistung des Disaster Management Systems andererseits? (z.B. Situationsbewusstsein, Kommunikationspläne, Koordinationskapazitäten, die Fähigkeiten die Bedürfnisse der Betroffenen zu stillen)

  • Welches sind die verschiedenen Informationsquellen der Katastrophenbewältigung und welche Kommunikationsmethoden können unter Berücksichtigung örtlicher Bedingungen und Besonderheiten spezifischer Ereignisses die größte Anzahl Betroffener erreichen?

 
 Bild 1: Informationslückenanalyse: Fehlende Informationen, Typhoon Haiyan. Basiert auf Daten, die innerhalb der ersten vier Tage ermittelt wurden und in den Lageberichten der NDRRMC enthalten waren.