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Causal Loss Analysis

Causal Loss Analysis
Ansprechpartner:

Susan Brink 

Kurzbeschreibung des Projekts und seiner Ziele

Unmittelbar nachdem Menschen von einer Naturkatastrophe in Mitleidenschaft gezogen wurden tritt eine Vielzahl wichtiger Fragen in Bezug auf das Ausmaß des Unglücks und die notwendigen Hilfemaßnahmen auf. Oft ist unverzügliches Handeln von Nöten, bevor überhaupt vollständige Daten zur Verfügung stehen. Das ‚Causal Loss Analysis‘-Projekt konzentriert sich darauf, Methoden zur Abschätzung und Identifizierung der Schlüsselindikatoren zu entwickeln sowie die Schadensursachen des eigentlichen Ereignisses herauszufinden, wobei hierzu weithin verfügbare Daten über Gebäudeschäden und Obdachlosigkeit genutzt werden. Die Quantifizierung des Ausmaßes der Katastrophe ermöglicht zielgerichtetes Handeln.


Um die verstärkenden Faktoren (sozioökonomisch, regionale Bebauung, Wetter usw.), die eine Katastrophe auslösen könnten zu verstehen, werden historische Katastrophenereignisse (geophysikalisch und hydro-meteorologisch) der letzten 40 bis 50 Jahre untersucht. Unter Verwendung des sparsamen Annäherungsmodells sollen sozioökonomische Fragilitätsfunktionen (J. Daniell, 2013) berechnet werden und anschließend mit einer ausgewählten Datenbank, welche historische CATDAT-Ereignisse enthält, abgeglichen werden. Hieraus soll eine Standardbeziehung zwischen Ereignisintensität, Verlusten und anderen regional verfügbaren Daten (z.B. HDI, Bevölkerungsdichte) sowie der eigentlichen Auswirkung des Events entwickelt werden. Dieses Projekt hat auch Synergien mit dem CEDIM internen ‚Earthquake Loss Analysis‘-Projekt. Diese Methoden wurden dazu genutzt, die Verluste nach dem Bohol Erdbeben und dem Taifun Hayan 2013 zu quantifizieren.


Die Untersuchungen werden an individuellen (und Gruppen von) Naturkatastrophen, zu welchen Daten auf lokaler Ebene vorliegen, durchgeführt, um den Einfluss unterschiedlicher Faktoren im Zusammenhang mit Katastrophenereignissen zu ermitteln, beginnend bei den Bedürfnissen der Opfer (Gebäudeschäden, Obdachlosigkeit, Hilfsmittel usw.). Die Schlüsselindikatoren werden daraufhin als Annäherung für den potentiellen Maßstab für Auswirkungen einer Katastrophe sowie des Zeitaspekts, welcher zu der potentiellen Katastrophe führt angewendet. 

Es bleibt zu hoffen, dass das ‘Causal Loss Analysis‘-Projekt einige der Schlüsselindikatoren, welche für FDA-Untersuchungen in nahe-Echtzeit notwendig sind, ermitteln wird. Durch Bestimmung dieser Indikatoren kann ein ganzheitliches Bild über die Notlage der Katastrophen-Opfer sowie anderer potentieller Einblicke über Hilfe, Bergung und Wiederaufbau erstellt werden.  

Publikationen

Daniell, J.E. (2013): The development of socio-economic fragility functions for use in worldwide rapid earthquake loss estimation procedures, PhD Thesis (unpublished), Karlsruhe Institute of Technology.

Daniell, J. E.; Wenzel, F.; Khazai, B. (2012): The normalisation of socio-economic losses from historic worldwide earthquakes from 1900 to 2012, Paper No. 2027. In: Proceedings of the 15th World Conference of Earthquake Engineering, Lisbon, Portugal.

Khazai, B.; Daniell, J. E.; Franchin, P.; Cavalieri, F.; Vangelsten, B. V.; Iervolino, I.; Esposito, S. (2012): A New Approach to Modeling Post-Earthquake Shelter Demand in the Aftermath of Earthquakes: Integrating Social, Paper No. 2015. In : Proceedings of the 15th World Conference of Earthquake Engineering, Lisbon, Portugal.

Khazai, B.; Daniell, J. E.; Kunz-Plapp, T.; Wenzel, F.; Vervaeck, A.; Mühr, B. (2011): Shelter report for the Oct. 23 2011 Eastern Turkey Earthquake. CEDIM Forensic Earthquake Analysis Group. Available online at http://www.cedim.de/download/CEDIMForensicEQAGTurkeyVanEQ_Report3.pdf.