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FDA - Berichte

2018

Super Typhoon Mangkhut (Philippinen)


 

Mitte September traf das bisher stärkste Tropensystem der Welt von 2018 die nördliche Hauptinsel der Philippinen, Luzon und Südchina. Der Super-Taifun Mangkhut ging am 14. September 2018 an Land bei Luzon, wodurch schwere Erdrutsche und Überschwemmungen verursacht wurde, was viele Menschenleben forderte. Mangkhut war der erste Taifun der höchsten Kategorie seit dem Taifun Megi im Jahr 2010, der die Philippinen heimsuchte. Fast 10 Tage lang tobte der Taifun durch den tropischen Westpazifik, seine Bahn hatte eine Länge von 6600 km. Bei Spitzenintensität hatte Mangkhut anhaltende Winde von 287 km/h, Böen waren bis zu 352 km/h hoch.

Wie auf den Philippinen wurden auch in Südchina umfangreiche Evakuierungsmaßnahmen durchgeführt, wo Mangkhut zwei Tage später als Taifun der Kategorie 1 oder 2 in der Provinz Guangdong landete. Das Sturmzentrum verpasste Hongkong und Macau, aber die Sturmflut schuf neue Rekordwerte hinsichtlich der Wasserstände und verursachte viele umgestürzte Bäume und großen Sachschäden. Und zum ersten Mal überhaupt schloss Macau, die asiatische Glücksspiel-Hauptstadt, ihre Casinos.

 

Report No. 1 (26 September 2018)

Dürre & Hitzewelle, Deutschland


© Marco Kaschuba

Über Monate hinweg dominierte über Europa ein großräumiges Strömungsmuster, das sich in beständigem Hochdruck vor allem über dem Norden des Kontinents äußerte und sich trotz einiger Variationen den Frühling und Sommer über in seinen Grundzügen immer wieder regenerierte. Bei einer solchen blockierenden Großwetterlage finden atlantische Tiefdruckgebiete mit kühler, wolkenreicher Luft und Niederschlägen nur sehr selten den Weg nach Mitteleuropa. Mit dem April begann ein überaus warmer Witterungsabschnitt, der auch Mitte/Ende August 2018 noch andauerte und den 4-Monatszeitraum April bis Juli 2018 zum wärmsten in Deutschland seit Aufzeichnungsbeginn machte. Mit Höchstwerten der Temperatur nahe 40°C wurde der deutsche Hitzerekord zwar nicht geknackt, jedoch traten an zahlreichen Orten in Deutschland neue Allzeitrekorde und Monatsrekorde auf. Extreme Temperaturen wurden darüber hinaus auch im Südwesten, Nordwesten und ganz im Norden Europas gemessen.

Zu den hohen Temperaturen kam eine bereits im Februar begonnene Trockenheit, die sich mit steigenden Temperaturen zunehmend verschärfte und zu einer großen Dürre in Mitteleleuropa avancierte, die gegenwärtig noch andauert.

Die Folgen waren und sind zum Teil dramatisch: Neben verheerenden Waldbränden im Süden Europas und in Skandinavien waren in Deutschland große Ernteausfälle zu beklagen. Darüber hinaus führen fast alle Flüsse teilweise extremes Niedrigwasser, und sämtliche Verkehrsträger (Straße, Wasserstraße, Schiene und Luft) haben mit Schwierigkeiten und Ausfällen zu kämpfen, außerdem traten Schäden an Infrastruktureinrichtungen auf.

 

Report No. 1 (18 August 2018)

2017

Hurrikan Irma, Karibik und USA

In der ersten Septemberhälfte 2017 richtete Hurrikan "Irma" in der Karibik und den USA schwere Schäden von über 50 Milliarden US Dollar an. Besonders heftig traf es die Leeward Islands, wo einzelne Inseln fast komplett zerstört wurden. In den USA gab es historische Überschwemmungen in der Region um Jacksonville und schwere Schäden durch Orkanböen im gesamten Bundesstaat Florida. "Irma" stellte mehrere Rekorde auf, u.a. für die längste Dauer von Windgeschwindigkeiten von mindestens 295 km/h in einem tropischen Wirbelsturm (37 Stunden).

 

Report No. 1 (September 8th, 2017)

Report No. 2 (October 9th, 2017)

 

 

Hurrikan Harvey, Texas (USA)

Am 26. August 2017 erreichte Hurrikan "Harvey" einen minimalen Kerndruck von 938 hPa und ging als Kategorie 4-Wirbelsturm mit Mittelwinden bis 215 km/h und Spitzenböen bis 260 km/h um 03:00 UTC nahe Rockport im US-Bundesstaat Texas an Land. Damit ist es der stärkste Landgang eines Hurrikans in den USA seit "Charley" am 13.08.2004, welcher die fünfthöchsten Mittelwinde (240 km/h) seit Ende des 19. Jahrhunderts hervorbrachte.
Die Folge waren zunächst etliche Schäden durch Orkanböen, Starkregen, hohe Wellen und die Sturmflut (+2 m in Port Lavaca), bis "Harvey" über Land gegen 18:00 UTC den Hurrikanstatus verlor.
Die atmosphärischen Umgebungsbedingungen verhinderten ein rasches Abschwächen und Abziehen des Tropensturms, folglich führte tagelang anhaltender extrem starker Regen im Großraum Houston zu katastrophalen Überschwemmungen, bei denen Häuser bis zu den Dächern im Wasser versanken.

 

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2016

Hurrikan Matthew, Haiti/Bahamas/Cuba/USA

Ende September entstand der Hurrikan "Matthew" über der Karibik und traf am 4. Oktober mit der Kategorie 4 auf die Westspitze Haitis. Hier kamen nach Regierungsangaben 546 Menschen ums Leben, 439 wurden verletzt. 128 Menschen wurden noch vermisst (Stand 14.10.2016). In den nächsten 24 Stunden zog der Hurrikan in etwas abgeschwächter Form nordwärts über den äußersten Osten Kubas hinweg und erreichte die Bahamas, wo er wieder etwas an Intensität zulegte. Anschließend verlagerte sich der Hurrikan in geringer Entfernung zur Küste von Florida und Georgia weiter Richtung Nordosten. Am 8. Oktober erreichte Matthew als Wirbelsturm der Kategorie 1 mit seinem Zentrum kurzzeitig das Festland South Carolinas.

 

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Hochwasser/Überschwemmungen Süddeutschland Mai/Juni 2016

Von Ende Mai bis Mitte Juni 2016 traten in Mitteleuropa Gewitter mit extremen Niederschlagsintensitäten auf, örtlich fielen enorme Mengen (zumeist kleinkörnigen) Hagels und sogar einzelne Tornados richteten einigen Schaden an. Das größte Schadenpotential war allerdings mit den Starkniederschlägen verbunden, die lokal große Überschwemmungen und einzelne Erdrutsche auslösten. An einigen Flüssen (z.B. Ahr, Kocher) erreichten Pegel neue historische Höchstmarken, anderswo setzten Flutwellen Straßen meterhoch unter Wasser. Die heftigen Gewitterregen richteten alleine in Deutschland einen Milliardenschaden an.

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2015

Erdbeben, Nepal/China/Indien/Bangladesch

Das Gorkha-Erdbeben am 25. April mit der Magnitude 7.8 und die darauffolgenden Nachbeben, miteingeschlossen das Erdbeben in Dolakha mit der Magnitude 7.3, haben in Nepal Verwüstungen in einem Maßstab verursacht, der seit dem Nepal-Bihar Erdbeben im Jahre 1934 nicht mehr aufgetreten ist. Der Nepalesischen Regierung zufolge wurden durch das Gorkha-Erdbeben, sowie die Nachbeben, nahezu 900 000 Gebäude schwer beschädigt oder zerstört. Annähernd 2,3 Millionen Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Eine von CEDIM angeführte Forschungsgruppe führte 284 Haushaltsbefragungen in 177 Orten, 27 Gemeinden/VDCs und 7 Bezirken durch.

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2014

Taifun 'Rammasun', Philippinen/China/Vietnam

 

Der Taifun "Rammasun" (in den Philippinen: "Glenda") traf in den Philippinen am 15.07. um 07:00 UTC mit den Kategorien 1-3 auf Land. Hier erreichten Windböen eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 232 kph. Das chinesische und vietnamesische Festland erreichte er am 18.07. um 06.30 UTC mit der Kategorie 4 in China und mit den Kategorien 2-3 in Vietnam. Dort wurden sogar Geschwindigkeiten von Windböen bis zu 306 kph gemessen.  (Stand: 30.07.2014, 12:00 GMT)

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2013

Supertaifun 'Haiyan/Yolanda', Philippinen

 

Der Kategorie 5 Typhoon traf in der Nähe von Guiuan in Eastern Samar am 07.11. um 20:40 UTC, mit den höchsten je gemessenen Windgeschwindigkeiten bei einem Landfall, auf Land. Zuvor traf der Typhoon auf Palau, wo er einigen Schaden anrichtete. Windböen erreichten die vorhergesagte Spitzengeschwindigkeit von 380 kph kurz vor dem Landfall. Der zentrale Luftdruck war mit 885hPa (entsprechend Joint Typhoon Warning Center) berechnet worden, was nur 5 Typhoone im westlichen Pazifik in 25 Jahren erreichen (Megi 2010, Flo 1990, Ruth 1991, Yuri 1991). Der Typhoon löste sich am 11.11. über China auf.

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Superzyklon 'Phailin', Indien

 

Zu Beginn der zweiten Hälfte des Oktobers 2013 entwickelte sich eine sehr starker Zyklon über dem Golf von Bengalen. Superzyklon 02B Phailin hatte durchschnittliche Windgeschwindigkeiten von bis zu 259 km/h und wurde damit als Kategorie 5 Sturm klassifiziert, der höchsten Kategorie in der Saffir-Simpson Skala. Phailin wurde zu einem der stärksten tropischen Zyklone die je im Nord-Indischen Ozean dokumentiert wurden. Phailins Weg führte vom Ozean aus nach Nord-Osten und traf in der Indischen Provinz Odisha an Land, wo er enorme Schäden verursachte.

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Juni-Hochwasser 2013, Mitteleuropa

 

Langanhaltende, starke Niederschläge haben im Zusammenspiel mit extrem ungünstigen Vorbedingungen zu einem großräumigen, einzugsgebietsübergreifenden Hochwasserereignis geführt. Das Ereignis übertrifft in Ausdehnung und Gesamtstärke derzeit bereits das Augusthochwasser 2002 und das Sommerhochwasser vom Juli 1954 (vorbehaltlich Unsicherheiten in Rohdaten von Wasserstand und Abfluss).

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2012

Hurrikan 'Sandy', Nordamerika

Sandy zog ab dem 25. Oktober 2012 zunächst über die Karibik, drehte dann auf dem Atlantik nach Norden und traf in der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober in New Jersey auf die Ostküste der USA. CEDIM untersucht den Hurrikan Sandy und dessen Folgen zeitnah in einer Forensischen Katastrophenanalyse. An der Analyse wirken Wissenschaflterinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen mit: Meteorologie, Hydrologie, Ingenieurwissenschaften, Geographie, Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften. Die Ergebnisse der Analysen werden in mehreren Berichten veröffentlicht.

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Hitze und Dürre in den USA

CEDIM erforscht die Dürre und Rekordtemperaturen in den USA im Frühjahr und Sommer 2012 sowie deren Folgen. Zu den forensichen Analysen tragen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachdisziplinen bei. Ein erster, auf meteorologische Aspekte fokussierter Bericht erschien Ende August. Ein aktualisierter und um Betrachtung möglicher Schäden und sozialer Vulnerabilität erweiterter Bericht ist am 24. September 2012 erschienen.

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Erdbebensequenz, Italien

Zwei starke Erdbebensequenzen erschütterten die Emilia-Romagna Region in Nord Italien am 20. und 29. Mai 2012. Am stärksten betroffen waren die Provinzen Ferrara, Bologna, Modena und Reggio nell'Emilia. Das stärkste Beben hatte eine Momentenmagnitude von 6,1 und fand am 20. Mai um 04:04 Uhr, Ortszeit (GEOFON) statt. Es folgten mehrere Nachbeben, zwei davon mit einer Magnitude höher als 5. Das Hauptbeben der zweiten Sequenz hatte eine Magnitude von 5,8 und fand am 29. Mai um 09:00 Uhr statt, auch diesem folgten zwei Erdbeben mit einer Magnitude von mehr als 5 am selben Tag. Ein Vorbeben beider Sequenzen mit einer Magnitude von 4,1 ereignete sich ca. drei Stunden vor dem ersten Hauptbeben.

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2011

Van-Erdbeben, Osttürkei

Das Erdbeben der Magnitude 7.2 bei Van in der Osttürkei am 23. Oktober 2011 bildete ein erstes Beispiel für zeitnahe forensische Katastrophenanalysen. Zu den erstellten Analysen trugen ein Seismologe, drei Ingenieure, eine Sozialwissenschaftlerin, ein Ökonom und ein Meteorologe bei. Es wurden vier Berichte erstellt und veröffentlicht: ein Situationsbericht direkt nach dem Erdbeben (24.10.), ein aktualisierter Situationsbericht (25.10.), ein Bericht zu Aspekten in Zusammenhang mit Notunterkünften und mit einem Vergleich früherer Erdbeben in der Region (26.10.) und ein umfassender Bericht (2.11.).

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Tohoko-Oki (Honschu) Erdbeben, Japan

Am 11. März 2011 traf ein Erdbeben die Ostküste von Honshu (Japan) um 05:46:23 UTC.
Das Epizentrum lag bei 142,53° N und 38,23° O. Das Hypozentrum lag in 15 km Tiefe. Das Erdbeben hatte eine Momentenmagnitude von 8,9.

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